Von der Schwierigkeit, in Bulgarien gutes, Handwerksbrot anzubieten:
„Es ist nicht so einfach, den Leuten zu erklären, warum sie für unser Brot doppelt so viel bezahlen wie sonst wo.“ Der Verkäufer in der Bäckerei Furna erklärt das Dilemma, in dem sich Bäckereien in Bulgarien (und letztendlich auf dem gesamten Balkan) befinden. Diejenigen, die ein gutes, gesundes Sauerteig-Brot anbieten, sind innovative, kreative Spezies der Bio- oder Hipster-Szene. So auch der Eigentümer der Bäckerei „Furna“, die vor fünf Jahren geründet wurde. Der Name „Backofen“ steht für seine Philisophie, Gutes zu backen.
Moderner und gemütlicher Laden mit viel Holz, kleiner Kaffeebereich mit Außenterrasse. Ihre Hauptspezialitäten: Sauerteig-„Einkornbrot“, das von einem eigens dafür angestellten Bäcker zubereitet wird und Banitza mit Vollkorn-Filouteig. Für diese Banitza-Variante fahren viele Kunden extra durch die ganze Stadt, am beliebtesten ist die Tomaten-Basilikum-Füllung.
Das Mehl wird von ausgewählten Müllern bezogen, gebacken wird in einer Backstube am Stadtrand – dort ist wohl auch ein weiterer Laden mit Café in Planung. Corona und das Problem der Billigkonkurrenz machen dem Handwerksbäcker zu schaffen, aber er ist zuversichtlich. Haupteinnahmequelle ist das Cafe, Brot und Backwaren sind finanziell gesehen eher untergeordnet.




